IMAtronic

Heute abend beginnt das imatronic Festival im ZKM. imatronic bündelt die Veranstaltungen Piano+, Walter-Fink-Preis und Giga-Hertz-Preis zu einem Kulturevent der elektronischen Musik zusammen.

Heute werden uns im Rahmen von Piano+  Werke von Michael Beil, Martin Messmer, Bojidar Spassov, Philip Glass, Conlon Nancarrow, Isang Yun und Ludger Brümmer vorgestellt.

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Wo Selbstjustiz regieren muss

Wenn man glaubt einen kleinen Studenten wie mich, auf einem Plakat nicht erwähnen zu müssen, bleibt ihm nur noch die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

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60 Jahre Bundesverfassungsgericht – Eine Feier für die Bürger

Unwirklich wirkten sie, die Klänge, die am vergangenen Samstagabend durch das Foyer des ZKM drangen.  Das Bundesverfassungsgericht hatte anlässlich seines runden Geburtstages die Bürgerinnen und Bürger zu einer Feier eingeladen. Eine Podiumsdiskussion zum Thema “Musik und Recht” bildete den Auftakt des Abends. Hier lag ein Schwerpunkt auf der Frage nach der Freiheit in der Kunst, ein Thema das im Anschluss auf musikalischer Ebene weiter reflektiert wurde.

Markus Stockhausen eröffnete das musikalische Programm hoch oben über den Gästen mit den schwebenden, elektronisch bearbeiteten Klängen aus seiner Trompete. Im Anschluss beeindruckte die amerikanische Schlagzeugerin Robyn Schulkowsky mit der Darbietung eines Alvin Lucier Stücks, bei dem über ein mit Elektroden ausgestattetes Stirnband biometrische Impulse in Klang verwandelt werden. Die Tatsache, dass der Zuschauer dabei über die Herkunft der Klänge keinerlei Informationen erhält, ist Teil des Konzeptes. Nicht zufällig trägt das Werk den zunächst wenig aufschlussreich erscheinenden Titel  “Music for Solo Performer”.

Den Höhepunkt des Abends bildete dann eine Duo-Performance beider Solisten für Schlagwerk und Trompete, bei der das Thema der Freiheit in der Musik unmittelbar mit dem Improvisationsbegriff in Verbindung gebracht werden konnte.

Abgerundet wurde das Programm durch eine Lichtinstallation, für die sich Jens Barth verantwortlich zeichnete. Als Projektionsfläche für drei Beamer diente der LKW des Künstlers Sergei Shekhovstov, der seit einiger Zeit aus der Wand des Foyers herrausragt. Mit Hilfe einer 3D-Simulation des Fahrzeugs  wurden die Flächen des Objekts mit bewegten Bildern hervorgehoben und und erstrahlten in neuem Licht.

Über die gesamte Feier hinweg beglückte der Chill-House Experte DJ deepthought die Besucher mit geschmackvollen Beats und lieferte genau den richtigen Sound für einen angenehmen Abend – ganz im Sinne der Bundesdeutschen Verfassung.

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Start in die Herbstsaison

von Julia Gerlach

Diese Woche sind noch zwei Veranstaltungen des Musikinstituts am ZKM zu erleben: ein Gespräch und ein Konzert.

Am Donnerstag, 15.09.2011 18 Uhr im IMA | lab stellen Werner Dafeldecker (auch als Musiker von Polwechsel bekannt, die im April am ZKM ein Konzert gaben) und Valerio Tricoli (Gründer von the Bowindo label/collective, und der avant-rock combo 3/4HadBeenEliminated) ihr Projekt Williams Mix Extended vor. Anhand der von John Cage selbst erstellten minutiös ausgearbeiteten Partitur zur ersten Tonbandkomposition von John Cage produzieren die beiden Musiker derzeit mit einem Gastkomponistenstipendium des IMA eine zweite Version des historischen Werkes. John Cage schrieb »This is a score (192 pages) for making music on magnetic tape.« Für die Realisierung des vierminütigen Stückesbenötigten Cage und seine Helfer David Tudor und Earl Brown seinerzeit ein ganzes Jahr. Seitdem wurde nur einmal der Versuch gestartet eine neue Fassung durch Algorithmen zu generieren, die jedoch nicht erfolgreich war. Werner Dafeldecker und Valerio Tricoli haben sich für eine expanded Fassung entschieden, die Partitur wird in 10-facher Ausdehnung realisiert. Die Arbeitsweise – bei Cage gibt die Partitur ein Schnittmuster des Tonbandes wieder – ist zwar digital aber auch manuell, denn die Schneidevorgänge werden wie von Cage selbst einzeln vorgenommen. Wie sie es genau machen und welche Klänge sie wann und wie verwenden und welche unterschiedlichen Aufführungskonzepte (z.B. mit einem Video von Lillevan) sie mit dem Stück verknüpfen, werden sie am Donnerstag preisgeben und diskutieren. Wer sich das Original schon vorher anhören möchte, kann dies bei der Internetplattform medien kunst netz tun unter:

http://www.medienkunstnetz.de/werke/williams-mix/bilder/1/

 

Am Freitag, 16.09.2011 21 Uhr werden im Konzert »Global Creativity« erstmals die im Rahmen des europäischen Projektes »Ambiant Creativity« entstandenen Kompositionen der drei Stipendiaten Jérôme Bertholon, Omer Chatziserif und Damian Marhulets im Kubus präsentiert. Die drei Stipendiaten aus Griechenland, Frankreich und Deutschland sind durch verschiedene Workshops an den Projekt-Institutionen ACROE – Association pour la Création et la Recherche sur les Outils d’Expression (Frankreich), an der Ionian University (Griechenland) und am ZKM | Institut für Musik und Akustik (IMA) umfassend im Umgang mit unterschiedlicher Software zur Klanggenerierung, und –steuerung sowie ihrer Spatialisierung geschult worden. Wer die drei im Frühjahr bereits erlebt hat, wird sich erinnern, dass sie dennoch außerordentlich individuell komponieren und starke Affinitäten zu analogen elektronischen Geräten haben, die kunstvoll mit den digitalen Mitteln verbunden werden. Im dem Konzert am Freitag wird die Spatialisierung im ZKM-Klangdom eine wesentliche Komponente sein, seit einer Woche schon arbeiten die drei Komponisten im Kubus die räumlichen Feinheiten aus. Neben Einzelkompositionen präsentieren Jérôme Bertholon, Omer Chatziserif und Damian Marhulets am Ende des Konzertes ein Gemeinschaftswerk. Wer schon vor dem Konzert ans ZKM in Karlsruhe kommen möchte, kann bereits ab 19 Uhr im Foyer und im »Museum für Neue Kunst« die Eröffnung der Ausstellung »The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989« miterleben. An der umfassenden Ausstellung zu Effekten der Globalisierung für die Kunst, die in den vergangenen drei Jahren entwickelt wurde, ist das IMA ebenfalls mit einem Beitrag beteiligt. Zu dem Werk “trans_actions”, einer Visualisierung von Kunstaktivitäten in einem Panorama Screen, haben Ludger Brümmer, Holger Stenschke, Tobias Scherer und Götz Dipper die Klangebene gestaltet. Das Konzert im Kubus beginnt dann nahtlos um 21 Uhr.

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Nachruf: Sommerkonzert

Stille, Licht auf dem Parkett und meditative Klänge. So begann das Sommerkonzert im ZKM_Kubus. YongJoon Yang zeigte mit seiner Frau und Tänzerin JungEun Kim eine Performance, die die Zuschauer in andere Sphären trieb. JungEun Kim tanzte mit den Elementen Feuer, Wind und Wasser. Sensoren an ihrem Körpern steuerten die von YongJoon Yang designten Klänge. Mit schnellen und kurzen Bewegungen formte die Künstlerin Energie um sich herum und kommunizierte, kämpfte oder verbündete sich mit den Naturgewalten. Ein Lebenskreis im Tanz schien zu entstehen. Das Element Wasser, das die letzte Station der Performance bildete zeigte den Zuschauern, dass wir Menschen nicht gegen die Natur gewinnen können, wir können nur mit ihr arbeiten, sonst wird sie uns verschlingen. So dramatisch endete das Werk und ließ die nachdenklichen Zuschauer mit ihren Fragen und Emotionen an einer geöffneten Tür stehen.

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Sommerkonzert: Sinn des Lebens

 

YongJoon Yang

Wie findet man den Sinn des Lebens? Im Chaos? Wie entstehen Wünsche, kann man sich überhaupt etwas wünschen? Alte philosophische Fragen finden in diesem Sommerkonzert in medialen Kompositionen aus Video, Tanz und elektroakustischen Klängen einen neuen Ausdruck und bleiben durch poetische Gestaltungselemente in Musik und Gestik eng mit traditionellen kulturellen Praktiken verknüpft. In der koreanische schamanistische Tradition steht das Werk »access« von YongJoon Yang mit der Tänzerin JungEun Kim, das die Element interaktiv vernetzt. Die Tänzerin selbst kontrolliert das Geschehen, eine spezielle schamanistische Zeremonie, um Wünsche an einen Gott zu richten. Die zweite, rein elektroakustische Komposition von YongJoon Yang thematisiert Zerbrechlichkeit.

JungEun Kim

Einen ästhetischen Kontrapunkt zu den beiden koreanischen Werken stellt die Uraufführung des sich allerdings ebenfalls auf asiatisches Kulturgut beziehenden, audiovisuellen Werkes »Future Paleontology« von Sean Reed und Robert Darroll dar, dessen akustischer Teil 2010 im Rahmen eines Stipendium des Instituts für Musik und Akustik am ZKM entstand. Dieses narrativ angelegte Werk handelt von der Suche im Chaos, die jedoch ohne Ergebnis bleibt. Die HD-scharfe digitale Animation von Darroll ist durch Manga-Techniken angehaucht, die elektroakustische Komposition von Sean Reed basiert auf Physical-Modelling.

Text: Julia Gerlach

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The Errorists

Andreas Köhler ist im Kubus und hat die neusten Ideen seines Projekts the Errorists mitgebracht. Das Projekt leitet er zusammen mit Hilary Koob-Sassen. Schaut euch mal auf der Internetseite um. Das ist richtig cooles Zeug. Zudem werden für Donnerstag zwischen 18 und 20 Uhr freiwillige gesucht, die Lust haben an ihrem Projekt teil zu nehmen. Es geht darum sprechend im Aufnahmestudio umherzulaufen um wirklich “strange” Sounds zu erzeugen.

Wer Lust hat, einfach auf dem Blog bescheid geben, das die beiden Herren die Anzahl der Personen besser koordinieren können. Ich werd auch dabei sein. So einen kleinen Einblick in die normalerweise komplett isolierte Studioarbeit der beiden will ich mir nicht entgehen lassen.

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Ab morgen, Andreas Köhler Produktion

Ab morgen ist Andreas Köhler im IMA für seine neueste Produktion. Ich bin Morgen da und helfe ihm beim Einrichten seines Studios. Dann wird er zwei Tage im Kubus verbringen. Wir sind alle gespannt mit was er dieses mal loslegt. Aus meiner Erfahrung wird er wieder so richtig was reißen und eine coole Produktion starten.

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“Move” Sebastian im Dunkeln

Für eine gute Produktion muss auch das Ambiente im Video stimmen. Unser Pianist sitzt fast im Dunkeln

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Werkbesprechungen “Move” von Ludger Brümmer

 

Die Sebastians (links Sebastian Schottke: Tonmeister; Rechts Sebastian Berweck: Pianist) gehen konzentriert die einzelnen Passagen durch. Der Chef Ludger Brümmer hält sich da mal dezent raus.

Kamerafrau Yvonne, die sich heute komplett allein um die ganze Videoproduktion kümmert.

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